Präsentation und Reflexion der Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald

Veröffentlicht am 12. Dezember 2025 um 15:08

Am Donnerstag, den 11. Dezember, fand an unserer Schule die Präsentation und Reflexion der Gedenkstättenfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald statt. Gestaltet wurde die Veranstaltung von dem UNESCO-Kurs „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der 10. Jahrgangsstufe.

Im Publikum befanden sich die übrigen Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs sowie mehrere Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung, was die Bedeutung der Veranstaltung auch über den schulischen Rahmen hinaus unterstrich.

Nach einer Begrüßung des Publikums stellten die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Zeitstrahl vor, der die intensive Vor- und Nachbereitung der Gedenkstättenfahrt dokumentierte. Deutlich wurde dabei, dass die Fahrt eingebettet war in eine umfassende inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Erinnerungskultur.

Anschließend präsentierten zwei Schüler einen Vortrag zum Thema „Jugend im Nationalsozialismus“, in dem sie die Lebensrealitäten junger Menschen während der NS-Zeit beleuchteten. Es folgte die Vorstellung verschiedener Schülerarbeiten, die während der Fahrt entstanden waren. Besonders eindrücklich war ein Akrostichon zum Begriff „Buchenwald“, in dem zu jedem Buchstaben Emotionen und Gedanken festgehalten wurden, die die Schülerinnen und Schüler während des Besuchs bewegten.

Weitere Beiträge waren die Präsentation eines Plakats zum Vergleich „Kinder im KZ – Kinder der SS“ sowie das Vorlesen selbst verfasster Briefe an ehemalige KZ-Häftlinge. Diese persönlichen Texte machten deutlich, wie tiefgehend und emotional sich die Jugendlichen mit dem Thema auseinandergesetzt hatten.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema Erinnerungskultur, an der unter anderem der Bürgermeister der Stadt Idstein, Christian Herfurth, sowie weitere Gäste teilnahmen. Dabei wurde darüber gesprochen, welche Verantwortung heutige Generationen für das Erinnern tragen und welche Bedeutung Gedenkstättenarbeit für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft hat.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie historisches Lernen, persönliches Reflektieren und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können und leistete einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. 

 

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